Anzeige – Uns wurde von Ampler die Möglichkeit angeboten, das Stout kostenfrei zu testen.

Bei meiner Suche nach einem passenden E-Bike bin ich über das Ampler Stout gestolpert – ein minimalistisches E-Bike aus Estland. Es wird als perfektes Rad zum Pendeln beworben und ich durfte es in Ruhe probefahren.

Lieferung & Aufbau

Großer Karton für ein schlichtes E-Bike

Langsam müssen sich die Nachbarn wundern, was die großen Pakete zu bedeuten haben. Und wo ich sie im Keller verstecke. Das Ampler Stout kann bequem über den Onlineshop konfiguriert und bestellt werden. Neben der Farbe – ich habe mich für das wunderschöne matte Kieferngrün-Metallic entschieden – kann man Zubehör wie Fahrradschloss oder Anhängerkupplung auswählen.

Die Lieferung erfolgt gewohnt per Spedition. Über einen einfachen Mechanismus entfernt man den Karton und das Fahrrad erblickt das Licht. Neben einer leicht verständlichen Anleitung wird auch eine schön gestaltete Werkzeug-Box mitgeliefert. Somit kann der Aufbau direkt erfolgen. Dieser gelingt problemlos, denn es muss nur der Lenker begradigt werden, die Pedale angeschraubt und die Höhe des Sattels angepasst werden. Keine separate Vorderrad-Montage wie bei VanMoof. Nur die Luftpumpe fehlte – daran sollte man denken.

Werkzeug und Schokolade – mehr braucht es nicht

Auf den ersten Blick erkennt niemand, dass es sich hierbei um ein E-Bike handelt. Das Ampler Stout ist minimalistisch schön und die Farbe eine Besonderheit. Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein, dass mich Menschen auf das schöne Design ansprechen und im nächsten Moment völlig überrascht sind, dass im Hinterrad ein Nabenmotor und im Unterrohr ein Akku verbaut sind.

Über das mitgelieferte Ladegerät wird das Rad mit Strom versorgt. Das dauert etwa 2-3 Stunden – eine kleine Leuchte am Sitzrohr zeigt den Ladestand an. Der Akku ist fest verbaut, weshalb man das Rad in die Wohnung oder Garage tragen muss. Parallel kann man sich die App herunterladen. Sie erlaubt die Konfiguration und verbindet sich per Bluetooth.

Einmal um den Block

Man sitzt aufrecht und bequem auf dem Rad. Sobald in die Pedale getreten wird, setzt auch die Motorunterstützung (250 Watt) im Hinterrad ein. Und das geschieht überraschend angenehm. Beim Ampler Stout ist ein Drehmomentsensor verbaut, der merkt mit wieviel Kraft beschleunigt wird. Dadurch kann der kaum hörbare Antrieb entsprechend anschieben. Es gibt zwei Stufen, die per App oder über den Hauptschalter ausgewählt werden können. Die niedrige Stufe unterstützt dezent. Die hohe Stufe bringt mich deutlich schneller auf die maximale Geschwindigkeit – was mir sehr gefiel. Einen Boost-Button wie beim VanMoof vermisse ich nicht, da das Rad gefühlt schneller beschleunigt. Sobald man bei 25km/h angekommen ist, schaltet sich der Motor kaum spürbar ab.

Das Fahrgefühl ist angenehm sportlich. Die Reifen federn Unebenheiten, die fehlende Federung war in der Stadt unproblematisch – auch Kieswege stellten kein Problem dar. Die Verarbeitung ist sehr gut. Nichts klappert, die hydraulischen Scheibenbremsen tun, was sie tun sollen. Und die 10-Gang-Schaltung gibt mir Flexibilität beim Anfahren oder an Steigungen. Auch wenn ich meistens in den höchsten Gängen gefahren bin, denn Hamburg ist nicht das hügelige Stuttgart. Es ist ein bisschen wie beim Autofahren: Schalten macht Spaß, auch wenn eine Singlespeed- oder eine Automatik-Schaltung bequemer ist, wenn man durch die Stadt fährt und auf zahlreiche Nebenschauplätze achten muss.

Das Licht wird über die App gesteuert und ist an der Vordergabel befestigt bzw. in der Sattelstütze integriert. Die Klingel wirkt – genau wie die offene Kabelführung – etwas einfach, was bei einem Preis von 2.490€ schade ist.

Das Ampler Stout kommt ganz ohne Schnickschnack aus

Der Alltagstest

Seitdem ich täglich mit dem Rad fahre, genieße ich die gewonnene Freiheit. Und das Ampler Stout gibt mir genau dieses Gefühl. Es macht Spaß einen Umweg zu nehmen und der Akku mit 336 Wattstunden begleitetet mich zwischen 50 und 80km – also wie vom Hersteller versprochen. Über die App kann ich jederzeit den Akkustand, aber auch Details zu meiner Tour ablesen. Ganze Routen können geplant werden – wobei ich persönlich hierfür Google Maps oder Komoot nutze.

Bei meinen Fahrten habe ich im Vergleich mit dem Vanmoof S3 nichts vermisst – anders zum Ende der Fahrt. Denn das Ampler Stout hat kein integriertes Schloss. Und auch keine Alarmanlage, die lautstark auf sich aufmerksam macht. Also braucht es ein gutes Schloss und bestenfalls eine Versicherung. Dafür fühlt es sich unterwegs durch das geringere Gewicht sportlicher an und kann einfacher in den Keller getragen werden. Der Gepäckträger ermöglicht Einkäufe oder größere Touren.

Die volle Kontrolle über einen Knopf

Ich hatte kein einziges Mal technische Probleme. Der Motor schnurrte gut abgestimmt und die Schaltung reagierte immer direkt. Sollte es doch einmal Schwierigkeiten geben, bietet Ampler eine zweijährige Garantie. Einziger Kritikpunkt: Die Kette ist ungeschützt, weshalb eine Wartung eher notwendig und auch die Hose schneller in Mitleidenschaft gezogen wird.

Im direkten Vergleich mit dem VanMoof S3 fühlt sich das Ampler Stout sportlicher an. Das liegt an den dünneren Reifen und dem Antrieb: Denn die Unterstützung orientiert sich am Drehmoment und kann so direkter reagieren. Beim VanMoof wird einzig die Geschwindigkeit als Grundlage herangezogen – so cruist man mehr durch die Straßen. Am Schluss ist es eine Geschmacksfrage.

Macht sich gut am Hamburger Hafen – das Ampler Stout

Mein Fazit

Ich hatte großen Spaß. Das E-Bike fährt sich angenehm, der Motor unterstützt passgenau und die Schaltung gibt mir Freiheiten fernab der ebenen Radwege. Das Design ist minimalistisch schön und der Akku hat eine gute Reichweite. Das vergleichsweise geringe Gewicht erleichtert das Tragen zur nächsten Steckdose. Die Bedienung am Rad und über die App ist einfach, die Verarbeitung sehr gut. Der Preis von 2.490€ ist ordentlich, aber lohnt sich, wenn man ein E-Bike ohne technische Spielereien möchte, das auch für Touren genutzt werden kann.

Ampler Stout – Das leichte City-Pedelec | Ampler Bikes
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Titelbild-Quelle: Ampler